WOIDZEIT BLOG

Hier findest Du querbeet ein paar Gedanken zu den Themen NATUR, COACHING, WALDBADEN und DIGITALE ACHTSAMKEIT/ DIGITAL DETOX

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31.12.2023 SILVESTER

Nachhaltige Neujahrsvorsätze 

Es ist doch lustig. Alle Jahre wieder setzen wir uns Neujahrsvorsätze, die nach kurzer Zeit wieder über den Haufen geworfen werden. Warum nur? Der gute Wille ist da, keine Frage. Aber wie kann es denn nun gelingen, langfristig für die eigenen Ziele motiviert zu bleiben?

"Gute Vorsätze... sind Schecks, auf eine Bank gezogen, bei der man kein Konto hat", so ein Zitat von Oskar Wilde.

Spätestens zum Jahreswechsel reflektieren wir das vergangene Jahr und setzen uns ganz wichtig: neue Vorsätze. Oder alte Vorsätze aufs Neue. 

Das neue Jahr soll bei uns allen auf jeden Fall besser werden. Schlanker, sportlicher, gesünder, erfolgreicher, reicher, glücklicher... höher, schneller, weiter. Ein ziemlicher Druck für unser zukünftiges ICH.

Hoppala.

Hier begegnen wir dem ersten Stolperstein.

Wir haben in das vergangene Jahr, das vielleicht nicht immer leicht war, so viel Energie, Zeit und Mühen gesteckt, viel investiert und unser Bestmögliches gegeben. Das will gewürdigt werden. Unsere inneren Persönlichkeitsanteile können nämlich ziemlich beleidigt und bockig sein, wenn nicht gesehen wird, was sie tagein tagaus so leisten. Warum also sollten sie uns denn nun darin unterstützen, irgendwelche neuen Flausen in die Tat umzusetzen?

Nimm Dir heute etwas Zeit für Selbstreflexion und Würdigung für alles was Du in 2023 gemeistert hast. Nimm gleich Zettel und Stift in die Hand: 

  • Was hast Du bis heute gut gemeistert? 
  • Was hast Du in die Tat umgesetzt? 
  • Wofür hast Du eine gute Basis geschaffen? 
  • Welchen wertvollen Beitrag hast Du geleistet?


Sei gespannt, was alles aus Deinem Inneren hervorsprudelt. (Vielleicht magst Du Dir hier das Bild einer sprudelnden Quelle vorstellen) 


Was aber nun mit den Situationen und Dingen, die nicht gut so geklappt haben? Sollen wir die jetzt einfach unter den Teppich kehren? Nein. Davon bin ich kein Fan. Aber auch kein Fan von Opferhaltung, Jammern oder Problemtrance. Das hemmt und lähmt unser Vorankommen. Vieles was von außen auf uns einprasselt können wir vielleicht nicht ändern, aber sehr wohl darüber entscheiden, WIE wir damit umgehen möchten. Wir spannen doch auch den Regenschirm auf, wenn es regnet. Wir gehen nach drinnen und bleiben nicht stundenlang draußen stehen, um uns dann darüber zu beschweren wie nass wir geworden sind.

Frage Dich:

  • Wie hat mich Situation XY herausgefordert und wie bin ich daran gewachsen? Wie kann ich weiterhin an solchen Situationen wachsen? 
  • Welche Haltung kann mir helfen, zukünftig gute Lösungen für mich zu finden? 
  • Wer kann mich dabei unterstützen? (schau mal ins Coach-Verzeichnis
  • Wie kann/ möchte ich zukünftig mit Rückschritten umgehen?


Übe Mitgefühl mit Dir selbst, nimm Dich einmal versöhnlich in den Arm und schenke Dir ein inneres Lächeln. Du bist wertvoll und liebenswert, genauso wie Du bist! Und schau mal, wie Deine inneren Anteile jetzt Party machen


So, jetzt sind wir etwas abgeschweift. Doch die wertschätzende und versöhnliche Rückschau ist meines Erachtens wichtig, bevor wir uns einem neuen Vorsatz widmen.

Ja, richtig gelesen. EIN VORSATZ.

Welche EINE SACHE könnte schon einen riesigen Unterschied in Deinem Leben machen? Meist überfordern wir uns selbst mit erhöhten Ansprüchen an unser zukünftiges ICH, um dann am Ende vor dem viel zu hohen Berg an 'MUSS' und 'SOLL' zu kapitulieren.

Los geht's mit mehreren Zetteln und einem Stift: mache ein kleines BRAINSTORMING und notiere zunächst alle Ideen auf den Zetteln.

Beispielsweise: Jeden Monat einen bestimmten Betrag an Geld für ein Herzensprojekt zur Seite legen. Zweimal pro Woche in der Natur joggen gehen. Fünfmal pro Woche gesund und frisch kochen. Meal Prep für die Mittagspause im Job. Täglich zehn Minuten meditieren. DIGITAL DETOX - Bildschirmzeit am Smartphone um eine Stunde täglich reduzieren. Einmal pro Monat tanzen gehen. 30 Minuten Quality-Time täglich für die Family in den Kalender eintragen...

Sortiere dann die Zettelchen nach Priorität: Welchen Nutzen hast Du davon und entscheide vor allem danach, was sich richtig gut für Dich anfühlt. Vielleicht machst Du das bei einem Naturspaziergang und lässt Dich inspirieren: Welche ist die EINE SACHE, die Dich beim Gedanken daran wirklich erfüllt und Dich Vorfreude verspüren lässt? 
 

Noch EINS: Sei etwas verrückt. 

Und formuliere Deinen Vorsatz rückwärts. Also so, als würdest Du schon so leben und als wäre Dein Ziel bereits erreicht. Von der Warte Deines Zukunfts-ICHs aus: Was hat sich dann in Deinem Leben verändert? Wie hast Du es geschafft Deinen Vorsatz umzusetzen? Und vor allem, was hat Dir geholfen dranzubleiben, als Du zwischendurch mal nachlässig warst.

Jetzt hast Du Dein Konto für positive Veränderung angelegt, auf das Du im neuen Jahr stetig einzahlen kannst. 


RUTSCHT alle gut und gesund in ein erfüllendes NEUES JAHR 2024!

Liebe Grüße aus der WOIDZEIT,

Andrea

WOIDZEIT - Naturcoaching, Waldbaden und Digitale Achtsamkeit

14.12.2023 

Die Rolle der Natur im Coaching vs. die Rolle als Naturcoach

Als Coaches verstehen wir uns immer als Begleiter. Wir lassen die Klienten in die Kutsche (engl. coach= Kutscher) einsteigen und nehmen sie eine Weile mit - so lange sie das möchten. Wir lenken die Kutsche nur etwas. Wohin, das entscheiden nicht wir. Der Kunde sagt uns wohin er möchte.

Das Coaching in und mit der Natur hat noch eine weitere Komponente. Natürlich: die NATUR selbst. Sie fungiert als drittes Element. Sozusagen als Co-Coach. Somit verändert sich meine Rolle als Coach und ich darf einerseits zunächst zurückhaltend sein und der Natur den Vortritt lassen, andererseits darf ich sehr wachsam und offen sein für das was der Moment hier draußen gerade bereithält. Hier sind wir gefragt gut mit uns selbst verbunden zu sein, Impulse zu setzen und auf spontane Gegebenheiten zu achten und hinzuweisen.

Genau wie auf dem Bild. Manchmal bin ich einfach nur ein Wegweiser, der den Raum für Wachstum und Entwicklung öffnet. Oder ein Wegbegleiter, der den Naturraum als Spiegel für die inneren Prozesse halten kann. 

WOIDZEIT - Naturcoaching, Waldbaden und Digitale Achtsamkeit

14.12.2023

WOIDZEIT - was bedeutet das eigentlich?

Gute Frage. Klingt ja ganz schön bayrisch.

Gerade vorhin hat mir eine Interessentin für die Naturcoach-Fortbildung am Telefon berichtet, dass sie sich durch das Wort WOIDZEIT sofort angenehm berührt gefühlt hat. Irgendein Funke springt da wohl über oder wird in unserem Innersten entfacht.  


Was entsteht in Deiner Welt, wenn Du WOIDZEIT denkst, liest oder hörst? Lass es mal auf Dich wirken. 


WOID - das ist der WALD, der hier sinnbildlich für die zahlreichen und unendlich schönen Facetten der Natur steht. Ob Berge, Wiesen, Bäche, Flüsse, das Meer oder die Seen, Pflanzen, Pilze, Tiere und gesunde, klare Luft. Wenn wir 'WOID' sagen, entstehen Weite, Ruhe, Offenheit, Gefühle von geerdet sein, Heimat und Verbundenheit. Und ganz oft Sehnsucht. Sehnsucht nach dieser ganz bestimmten Zeit.

ZEIT - Zeit für Nat-UR-verbindung, Zeit für die reine und echte Begegnung mit sich selbst, eine Zeit, die in unserer sich immer schneller drehenden Welt längst vergessen und irgendwie verloren schien - die Zeit für das 'einfach nur SEIN'.

Und im 'einfach nur SEIN' liegt die große Chance. Der bisher verschüttete Weg zeigt sich langsam wieder und wir haben endlich wieder Zugang zu unseren Ressourcen, unseren Kraftquellen, unserer Intuition und somit zu den wunderbaren Lösungsmöglichkeiten. Denn, um hier gleich einmal den systemischen Ansatz mit einfließen zu lassen: jeder Mensch hat alle Ressourcen in sich, um die passenden Lösungen für seine Themen zu finden.

Im Naturcoaching stellt der Coach dabei noch richtig spannende Fragen, setzt gezielt Impulse, damit sich die Ressourcen in der Natur als Spiegelung zeigen können, inspiriert seinen Coachee zu einem natürlichen Perspektivenwechsel und leitet verschiedenste effektive Coaching-Formate, achtsamkeitsbasierte Übungen und Rituale an, die in und mit NATUR angereichert werden.

Das nährende Fundament der WOIDZEIT bezieht sich immer auf die Rückverbindung. Verbinden wir uns mit der Natur, verbinden wir uns wieder mit uns selbst. Alles was wir brauchen ist schon da!